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Herr Dr. Schweitzer auf dem Podium

Good Practice – Unternehmen

Hier werden Ihnen Unternehmen vorgestellt, die erfolgreich Frauen in Führungspositionen beschäftigen und somit eine Vorbildfunktion in diesem Bereich einnehmen und weitere Unternehmen zum Unterzeichnen der Erklärung inspirieren sollten.

Eine Liste der Unternehmen, die die Erklärung unterzeichneten, erhalten Sie hier.

 

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Annett Enderle
Senior Director | HR Central Europe Region Pfizer Deutschland GmbH

Unser Ziel ist es, dass jede Kollegin und jeder Kollege ihr oder sein volles Potenzial entfalten kann,
um Pfizer in Deutschland zu einem attraktiven Arbeitgeber und so erfolgreich wie möglich zu machen. 2013 waren bei Pfizer Deutschland 26,5 Prozent der Führungspositionen mit Frauen besetzt. Um den Anteil weiter zu erhöhen, setzt das Unternehmen auf eine familienfreundliche Personalpolitik mit viel Raum für individuelle Lösungen und die gezielte Entwicklung von Frauen durch interne Mentoring- und Weiterbildungsprogramme. Dazu gehört auch, Vorurteile und hemmende Rollenmuster in den Köpfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abzubauen.

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Dr. Brigitte Lammers
Leiterin des Berliner Büros der Personalberatung | Egon Zehnder International

Die stärkere Förderung von Frauen auch in Spitzenpositionen kann nur ein Anfang sein. Es geht um mehr: Der demographische Wandel sitzt weitsichtig agierenden Unternehmerpersönlichkeiten buchstäblich im Nacken, wie eine unserer jüngsten Untersuchungen gezeigt hat. Doch Vorurteile und unbewusste Assoziationen sind oft Hindernisse für ein Mehr an Vielfalt – auch über „Gender Diversity“ hinaus. Echte Vielfalt ist deshalb – abgesehen von der zunehmenden Komplexität vieler Geschäftsprozesse – ein strategisches Muss. Entscheidend ist die Entwicklung einer Unternehmenskultur, in der Verschiedenheiten produktiv zum Tragen kommen können. Das ist eine gewaltige Aufgabe.

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Melanie Bähr
Geschäftsführerin | Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Arbeitsbedingungen zu schaffen, die es gut ausgebildeten Frauen ermöglichen Familie und
Karriere zu vereinbaren, ist nicht nur eine Frage der Chancengleichheit, sondern auch der unternehmerischen Vernunft.

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Nicole Srock.Stanley
Geschäftsführerin | dan pearlman Markenarchitektur GmbH

Als Geschäftsführerin der strategischen Kreativagentur dan pearlman Berlin mit mehr als 80 Mitarbeitern und Mutter von drei kleinen Mädchen bin ich selbst seit mehr als 14 Jahren eine Frau an der Spitze eines beständig gewachsenen Unternehmens. Sehr gut kann ich mich daher nicht nur in Frauen in Führungspositionen einfühlen, sondern setzte mich aktiv für eine Förderung von weiblichen Führungskräften ein. Diese Förderung von Frauen in unserer Agentur hat dabei viele Aspekte.
Wir coachen über spezielle Weiterbildungsprogramme, Mentoren nehmen Junioren an die Hand
oder wir unterstützen Mütter beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit und gewährleisten mit vielen Angeboten wie Homeoffice und Teilzeit eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir neben dem deutschen Design-Oscar, dem Designpreis der Bundesrepublik Deutschland, in Gold für unsere Kreativleistungen auch den Preis für das Familienfreundlichste Unternehmen Berlins bis 100 Mitarbeiter gewonnen haben.

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WE DO Logo
Ina von Holly
Geschäftsführerin | WE DO communication GmbH GWA

Uns ist es sehr wichtig, mit flexiblen Arbeitszeitmodellen auf die persönlichen Bedürfnisse unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzugehen und ihnen so die bestmögliche Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Freizeit zu ermöglichen. Das zahlt sich auch für das Unternehmen aus, denn ist das Verhältnis von Job, Freizeit und Familie gut ausbalanciert, stimmt das nicht nur den Arbeitnehmer zufriedener, sondern steigert auch seine Leistung. Für Frauen ist es inzwischen selbstverständlich, Beruf und Familie zu verbinden. Die Frage ist nicht mehr die nach dem Ob, sondern nach dem Wie. Mit einer guten Organisation und einem hochmotivierten Team ist vieles möglich.

Sabine Clausecker
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Sabine Clausecker Mitgründerin und Vorstand der Agentur
CB.e Clausecker | Bingel AG, Agentur für Kommunikation Mutter von drei Kindern

Das Erfolgsrezept von CB.e ist „Mixed Leadership“. Die Ergänzung von Mann und Frau ist sehr zielführend. Es ist wie Yin und Yang – ein wichtiger Erfolgsfaktor. So teilen sich auch die 12 Führungs-
positionen bei uns Frauen und Männer zu gleichen Anteilen. Genauso vertrauen wir der unge-
brochenen Lust auf Agenturarbeit bei Müttern und Vätern in Teilzeit und unterstützen diese durch
die Entwicklung individueller Arbeitsmodelle und speziellen Fortbildungen. Von unseren ca. 100 Mit-
arbeitern sind 65 Prozent Frauen, davon wiederrum haben knapp die Hälfte ein oder mehrere Kinder.

Martina Roloff
KPMG Logo
Martina Roloff
Partnerin | KPMG

Wir setzen uns bei KPMG sehr für eine Förderung von Frauen ein – mit beachtlichem Erfolg: Wir haben 35 Prozent Managerinnen in der mittleren Führungsebene im Unternehmen. Tendenz steigend. Das sind die Führungskräfte von morgen. Ins Top-Management befördern wir mittlerweile jährlich 25 Prozent Frauen. Besonders stolz sind wir auf unser internes Netzwerk „KNOW“, KPMG`s Network of Women: Seit fünf Jahren treffen sich bundesweit KPMG-Kolleginnen, um sich gegenseitig zu unterstützen, von den Erfah-
rungen externer und interner Referentinnen zu lernen. Mein Wunsch ist, dass wir die Potenziale der hervorragend ausgebildeten Frauen optimal ausnutzen und ihnen eine Karriere vor und nach Familiengründung ermöglichen.

Kira Baitalskaia
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Kira Baitalskaia
Kaufmännische Geschäftsführerin | Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH

Seit vielen Jahren bin ich in verantwortungsvollen Positionen in unterschiedlichen Branchen deutscher wie auch internationaler Unternehmen tätig, seit Anfang 2012 in der Geschäftsführung der Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH in Berlin. Ich bin der festen Überzeugung, dass erfolgreiche Führungs-
teams heterogen aufgestellt sein sollten. Zur Bewältigung der kleinen und großen Herausforderungen im Job bedarf es einer ausgewogenen Mischung unterschiedlicher Qualifikationen und Erfahrungen, unterschiedlicher Herangehensweisen und Lösungsansätze. Die jeweiligen Stärken sollten sich positiv im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit ergänzen: jung und alt, unterschiedliche Berufsgruppen und natürlich auch verschiedene Geschlechter. Dafür setze ich mich gemeinsam mit meinem Geschäftsführerkollegen Herrn Stauber nachhaltig bei der berlinovo ein.

Sabine Fiedler
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Sabine Fiedler
Inhaberin | sf-financial-planning

Als Inhaberin der sf-financial-planning (Männerdomäne – Finanzen) gehörte ich schon in den 80er/
90er Jahren zu den ersten Führungskräften in der ebenfalls Männer dominierenden Automobil-
branche, schon hier lernte ich mich in der Männerwelt durch Wissen und Engagement durchzusetzen. Unter den Aspekten „Vorbildfunktion und lebenslanges Lernen“ habe ich als Handelsfachwirtin IHK mehrere Weiterbildungslehrgänge besucht und diese unmittelbar in der Praxis umgesetzt. Mit „Mut und Einsatzwillen“ habe ich mich 2012 für die Kandidatur zur IHK-Vollversammlung in dem Bereich Finanzdienstleistungen aufstellen lassen. Als einzige Frau von 13 Kandidaten in diesem Bereich wurde ich auf den 3. Platz gewählt.
Im gleichen Jahr konnte ich die Wahl zur Ehrenamtlichen Richterin am Finanzgericht Berlin-Brandenburg für mich gewinnen. Als Vorreiterin für den Einsatz der Honorarberatung in der Finanzbranche engagiere ich mich in vielen Netzwerken, um Transparenz für die Honorarberatung zu schaffen. Im Jahr 2014 wurde ich in Berlin als erste Frau als „Honorar-Finanzanlagenberater“ nach § 34 h Abs. 1 Satz 1 GewO zugelassen.

Mareen Koch
Sanitätshaus Koch
Mareen Koch
Geschäftsführerin | Sanitätshaus Koch

In unserem Sanitätshaus gibt es drei Führungspositionen, die alle drei von Frauen in Voll- oder Teilzeitbeschäftigung besetzt sind. Ich bin selbst Mutter und weiß, dass Frauen ihre Erfahrungen in verantwortliche Positionen einbringen möchten. Als modernes Unternehmen können und wollen wir auf kluge Köpfe nicht verzichten. Wir bieten deshalb innovative Arbeitszeitmodelle und flexible Rahmenbedingungen, die zum Beispiel auf alleinerziehende Mütter zugeschnitten sind und die eine gesunde Balance zwischen privatem und beruflichem Leben ermöglichen.

Vera Gäde-Butzlaff
Logo BSR
Vera Gäde-Butzlaff
Vorstandsvorsitzende der BSR

Es spricht vieles für mehr Frauen in Führungspositionen: sie sind gut ausgebildet, gemischte Teams – auch in der Führung – sind erfolgreicher und nicht zuletzt können wir es uns angesichts des demografischen Wandels gar nicht leisten, auf dieses Potenzial zu verzichten. Kampagnen wie “Frauen an die Spitze” dürfen daher keine Lippenbekenntnisse bleiben. Hier müssen Taten folgen. Das beginnt bei vernünftigen Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, erfordert das Selbstbewusstsein von Frauen, sich diese Aufgaben auch zuzutrauen und hört nicht dabei auf, bei der Suche nach Führungskräften ganz dezidiert auch nach geeigneten Bewerberinnen zu suchen. Die BSR ist bereits auf diesem Weg ein gutes Stück vorangekommen. Aber auch in der gesamten Gesellschaft muss hier noch einiges getan werden – damit solche Kampagnen in Zukunft überflüssig sind.

Dagmar Reim
Logo rbb
Dagmar Reim
Intendantin | Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Im Rundfunk Berlin-Brandenburg haben wir inzwischen einen Anteil von mehr als 42 Prozent Frauen in Führungspositionen – auch dank vieler männlicher Kollegen im Haus. Denn Frauenförderung im Alleingang, das funktioniert nicht. Frauenförderung muss unbedingt Chefinnen- und Chefsache sein. Man kann es sonst vergessen. Denn mehr Frauen gelangen ja keineswegs per ordre de mufti oder per Fingerschnipp in verantwortliche Positionen. Es geht um zäheste, langwierige Kleinarbeit. Wer sich zwischen Bewerbungsverfahren, Widersprüchen, Konkurrenzlagen, Familienkonstellationen und Befindlichkeiten nicht verheddern will, braucht Unterstützung – von der Chefin, vom Chef. Gelassen, zielbewusst und vor allem dauerhaft und verlässlich. Das versuche ich im rbb, und ich schaffe es dank so vieler engagierter Kolleginnen und Kollegen.

Thomas Kieneke
Logo zukunft im zentrum GmbH
Thomas Kieneke
Geschäftsführer | zukunft im zentrum GmbH

zukunft im zentrum arbeitet nach den Prinzipien des Gender Mainstreamings und des Diversity Managements. Darum gehören wir aus Überzeugung zu den Unterzeichnern der Kampagne “Frauen an die Spitze”. Im Unternehmen haben wir einen Frauenanteil von 75%. Die Geschäftsführung ist paritätisch besetzt.

Wir realisieren Modellprojekte mit dem Ziel, die Aufstiegs- und Fördermöglichkeiten für Mitarbeiter-
innen mit internationaler Herkunft gezielt zu erweitern oder Mini-Jobberinnen auf dem Weg in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse zu unterstützen. Im Auftrag der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen fördert zukunft im zentrum Berliner Projekte, die mit ihren Angeboten Frauen unterstützen und stärken. Dazu gehören zum Beispiel Beratungsstellen, in denen Frauen in Umbruchsitutationen oder beruflicher Umorientierung Unterstützung finden.

Dr. Sigrid Evelyn Nikutta
Logo BVG
Dr. Sigrid Evelyn Nikutta
Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb | Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

Frauenförderung beginnt bei der BVG bereits mit der Ausbildung und reicht bis hin zur Besetzung von Führungspositionen. Im Jahr 2012 haben wir unsere ambitionierte und intelligente Frauenquote eingeführt und hierbei Festlegungen für jede einzelne Abteilung getroffen. Diese ist auch in den Zielvereinbarungen der Führungskräfte verankert. Besonders freut mich, dass wir bei den Auszubildenden bereits einen Frauenanteil von 25 Prozent erreicht haben. Gerade in den technischen Berufen sucht die BVG verstärkt Mädchen und junge Frauen. Mit unseren flexiblen Arbeitszeitmodellen, Fortbildungen und Seminaren und viele anderen Maßnahmen fördern wir Mütter und Väter gleichermaßen. Dass sich unser Engagement auszahlt, zeigt sich immer mehr. Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung „Strategie Award 2014“, die wir im Mai 2014 erhalten haben. Der Preis würdigt Unternehmen aller Branchen und Größen, die mit klugen Strategien Frauen- und Familienfreundlichkeit nach innen leben. Ziel für die gesamte BVG ist es, im Jahr 2017 einen Frauenanteil von 22 Prozent und im Jahr 2022 von 25 Prozent zu erreichen. Aktuell liegt der Frauenanteil bei der BVG bei etwa 18 Prozent.

Fotoquelle: BVG/Jörn Hartmann

Elke Kordus
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Elke Kordus
Prokuristin und Leiterin des Bereiches Personalmanagement | Berliner Wasserbetriebe

Nachhaltige Frauenförderung und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern am Unternehmenserfolg brauchen weitaus mehr als (Lippen-) Bekenntnisse.
Die Berliner Wasserbetriebe haben in den letzten Jahren konsequent an einem ganzheitlichen System gearbeitet. Neben lebenphasenorientierten Arbeitsbedingungen und flexiblen Arbeitszeitmodellen ist eine systematische Personal- und Personalentwicklungsplanung, eine zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung und eine genderorientierte Unternehmenskultur etabliert worden. Ergebnis dieser Arbeit ist u.a. heute ein Frauenanteil von über 30 % im gesamten Unternehmen und von über 35 % über alle Führungspositionen. In der obersten Führungsebene haben wir seit 2012 sogar einen Frauenanteil von 50 % erreicht. Darüber hinaus ist ein ständig wachsender Anteil von Frauen in den technischen Bereichen zu verzeichnen.
Aber was noch viel wichtiger ist, sind Frauen und Männer mit Herz und Engagement, die Gleichberechtigung leben und Vorbild sind. Unser heutiges Selbstverständnis zur gleichberechtigten Teilhabe am Unternehmenserfolg ist nachhaltig erarbeitet und muss selbstverständlich weiterentwickelt werden. Egal ob als Führungsfrau, Ingenieurin oder Facharbeiterin – ohne die Frauen der BWB läuft nix in dieser Stadt.

Patricia Rezic
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Patricia Rezic
Controlling und Personalmanagement | Projektron GmbH

Motivierte und zufriedene Mitarbeiter sind entscheidend für den Unternehmenserfolg. Work-Life-Balance unterstützen wir bei Projektron aktiv – für alle unsere Mitarbeiter. Neben der Möglichkeit der Teilzeitarbeit bieten wir die Vergütung von Überstunden durch Freizeitausgleich oder Bezahlung an. Darüber hinaus können sich Mitarbeiter fünf Tage bezahlt freistellen lassen für Elternpflege oder bei Krankheit des Kindes.
In der Führungsebene sind sechs von elf Positionen mit Frauen besetzt.
Auch die Frauenquote ist mit über 40 % für IT-Unternehmen überdurchschnittlich hoch. Unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle ermöglichen es insbesondere auch hochqualifizierten Frauen mit Kindern, Verantwortung zu übernehmen und sich beruflich zu entwickeln. Für unsere Mitarbeiter steht die Tür von Vorgesetzten, Geschäftsführung und Personalmanagement immer offen. Bei halbjährlich stattfindenden Mitarbeitergesprächen werden Ziele, Entwicklungsmöglichkeiten und Weiterbildungen gemeinsam festgelegt. Zahlreiche Firmenfeiern und Ausflüge geben unseren Mitarbeitern die Möglichkeit zum Austausch und gemütlichem Beisammensein neben den beruflichen Verpflichtungen. Vierteljährlich organisieren wir ein Mitarbeitertreffen, bei denen Mitarbeiter aus ihren Bereichen berichten.